Besucherzentrum Nationalpark Unteres Odertal, Criewen

Umbau eines barocken Schlossensembles zum Deutsch-Polnischen Begegnungszentrum

Das ehemals profane Wirtschaftsgebäude erfährt eine bauliche und funktionale Aufwertung, die, seiner neutralen Hülle entsprechend, mit minimalen Mitteln umgesetzt werden kann. Der ehemalige Schafstall beherbergt jetzt das Besucherinformationszentrum für den Nationalpark Unteres Odertal, der für die Region eine wichtige wirtschaftliche Funktion übernimmt. Die neue Stahlkonstruktion ist mit einer Fuge zur alten Bausubstanz eingestellt, die den Kontakt der Exponate mit den restfeuchten Wandoberflächen verhindert. Weithin sichtbares und markantes Merkmal des Besucherinformationszentrums ist der 45 m lange Fassadenvorhang aus Weidengeflecht, der als Schlagregenschutz und Lichtfilter dient und mittlerweile das Markenzeichen des Informationszentrums geworden ist. Die Verwendung dieses scheinbar banalen Materials, das dem Deichbau der Oderpolder entstammt, fügt sich wie selbstverständlich in den neuen Kontext ein. Die bauliche Synthese von Alt und Neu, Profanem und HighTech, steht beispielhaft für die Synthese von Naturschutz und Wirtschaftlichkeit und damit für das gesamte Projekt des Nationalparks.