Deutsche Bundesbank, Leipzig

Fassdensanierung und Energetische Sanierung der Filiale Leipzig

Im Rahmen gutachterlicher Untersuchungen wurden umfangreiche Schäden und Mängel an den Natursteinfassaden der Filiale der Deutschen Bundesbank, Karl-Liebknecht-Straße 141a in Leipzig festgestellt und eine umfassende Fassadensanierung angeraten. Das 4-geschossige Dienstgebäude und das 7-geschossige Turmgebäude wurden Mitte der 1990er Jahre geplant und in Stahlbeton-Massivbauweise errichtet. Das Bauvorhaben und somit auch die Fassade aus Ettringer Tuff mit einer Basaltlava-Erdgeschossverkleidung wurden im Jahre 1998 fertig gestellt. Im Zuge der Sanierung wird das Gebäude konstruktiv und gestalterisch überarbeitet. Mit einer ästhetisch anspruchsvollen Fassadengestaltung wird die Möglichkeit wahrgenommen, das Gebäude zeitgemäß in seine Umgebung einzupassen. Die Fassade wird energetisch aufgewertet. Vorgehängte Keramik-Elemente geben dem Gebäude ein neues und in seiner Architektursprache zeitloses Erscheinungsbild. Um den vielen Vor- und Rücksprüngen des Gebäudes einen einheitlichen Rahmen zu geben, wird auf die Gliederung der Fassade in Sockel und oberen Fassadenbereich bewusst verzichtet.

Die unterste Steinreihe im Spritzwasserbereich erhält eine Basaltlava-Bekleidung in Anlehnung an den bestehenden Gehwegbelag und somit der Einbindung in den öffentlichen Raum.  Die Form der flächigen Keramik-Elemente betont in Ihrer Gestaltung die Horizontalität. Die Plastizität der Formelemente erzeugt mit markanten Schattenwürfen ein belebtes und im Tages- bzw. Jahresverlauf wechselhaftes Fassadenbild. Das vorgeschlagene keramische Material ist glasiert und in seiner Oberflächengestaltung plastisch profiliert. Die Farbgebung fügt sich harmonisch in die Umgebung ein.