Kindertagesstätte, Berlin

Erweiterung und energetische Sanierung einer Kindertagesstätte für 180 Kinder

Der Erweiterungsbau der Kindertagesstätte wandelt den gesichtslosen Altbau zu einem signifikanten, besonderen Baukörper. Der sich parallel zur Grundstücksgrenze in den Blockinnenbereich erstreckende Neubau tritt an der Fürstenberger Straße als auskragendes Volumen in Erscheinung und bildet eine eindeutige Eingangssituation. Die zurückliegende zweigeschossige Bebauung wird hier in der Bauflucht des Blockrandes verankert und im Straßenraum weithin erkennbar. Alt- und Neubau verbinden sich zu einer winkelförmigen Baustruktur, die sich nach Süd-Osten öffnet und den begrünten Freibereich fasst. Die neue Kindertagestätte vermag das zu leisten, was eine Kita in der Innenstadt Berlins ausmacht: Die Vermittlung zwischen dem Gefahrenpotenzial und der Dynamik der Straße und den großzügigen, ruhigen Grünflächen im Herzen der Blockstruktur. Die Architektur holt die Kinder an der Straße ab, das Spielgeschehen ist ausschließlich auf den beschützenden Garten ausgerichtet.
Als Schnittstelle zwischen Straße und Garten fungiert ein großzügiges, lichtdurchflutetes Foyer, das gleichzeitig den räumlichen Bezug zum Altbau wie zum Obergeschoss herstellt. Über diesen räumlich funktionalen Schwerpunkt werden sämtliche Räume linear erschlossen. Die breiten Spielflure regen zum gruppenübergreifenden Arbeiten an. Die Rythmisierung der Baumassen in vor- und zurücktretende Körper wie das Wechselspiel zwischen Gruppenraum und Terrasse im Obergeschoss des Neubaus erleichtern die Orientierung und dienen der Identifikation der einzelnen Betreuungseinheiten.