Gartenbetriebshof, Kassel
Der neue Gartenbetriebshof wird als skulpturaler Baukörper in die natürliche Topographie des Bergparkes eingebunden. Das kompakte Gebäude definiert einen baulichen Abschluss des Grünzuges zwischen Ochsenallee und Besucherparkplatz. Als Holzbau auf massivem Sockel tritt es selbstbewusst aber unaufdringlich in Erscheinung. In seiner räumlichen Kontur und Materialität konkurriert es nicht mit vorhandenen historischen Bauwerken sondern bleibt als rationeller Zweckbau der Parkbewirtschaftung deutlich erkennbar.
Die dreigeschossige Anlage des Gebäudes ermöglicht eine optimale Anordnung aller Nutzflächen in Verbindung mit der Höhenentwicklung des Geländes. Der südliche Gebäudeabschnitt taucht in den Hangverlauf ein während sich der nördliche Bereich frei spielt und einen markanten „Kopf“ an der Ochsenallee ausbildet. Insgesamt zeigt sich der Gartenbetriebshof als flache, langgestreckte Kontur im Landschaftsraum. Das immense Volumen der Großgerätehalle kann in den Hangverlauf integriert werden und tritt nicht als solitäre Baumasse in Erscheinung.
Das Gebäude wird als rationeller, vorfabrizierter Holzrahmenbau auf einem Stahlbeton Sockelgeschoss errichtet. Sichtbare Bereiche des Sockels werden mit einer Vorhangfassade aus strukturierten Stahlbetonfertigteilen verkleidet. Die Fassade ist als hinterlüftete Konstruktion aus heimischer Lärche vorgesehen. Die gesamte Dachfläche wird als Fortsetzung der angrenzenden Parkfläche extensiv begrünt. Die Innenwände werden zur Stabilisierung des Raumklimas als Holzständerwerk mit Lehmbauplatten und Zellulosedämmung ausgeführt.
Ort
Kassel
Größe
3.130 m² BGF
Programm
Wirtschaftshof Parkpflege
Bauherr
LBIH Landesbetrieb Bau und Immobilien Hessen
Tragwerksplanung
EFG Beratende Ingenieure
Haustechnik (HLS)
IWE Ingenieurberatung
Haustechnik (ELT)
Bein & Daume GbR
Landschaftsarchitektur
Ingenieurbüro Lüpke & Zischkau
Projektarchitekt*innen
Wolfgang Schöning, Thomas Weißenborn, Jan Kamprolf